Tagging, Tags und Kategorien

Der folgende Artikel ist zur Diskussion freigegeben: Hilft er, sind eurer Meinung Fehler drin oder würdet ihr Dinge anders formulieren? Was fehlt?

Oftmals sehen wir es selbst, oftmals wird es uns berichtet und manchmal passieren uns auch Fehler dabei: Der Umgang mit Tags ist nicht ganz einfach. Und es hat sich gezeigt, dass wir hier weiter unterstützen müssen.

Die neu eingerichtenen Kategorien haben weitere Fragen aufgeworfen, basieren sie doch auch auf dem Taggingsystem. Doch es könnte genauso bedeuten, dass wir die Tags abwerten möchten oder für überflüssig halten und eigentlich doch feste Kategorien wollen. Natürlich wollen wir das nicht, doch um das zu verstehen, muss man das Grundkonzept der Tags verstanden haben.

Tags sollen die Suche nach Inhalten einfacher machen: Indem ich genau die relevanten Schlüsselwörter für eine Frage oder einen Link vergebe, mache ich es mir später leichter, ihn wiederzufinden. Statt also einen Gegenstand oder ein Thema nur in eine Hierarchie von Begriffen einzuordnen, geben mir Tags eine offene Struktur an die Hand, mit der ich alle wichtigen Aspekte meines Begriffs ausdrücken und speichern kann. Das entspricht der Art und Weise, wie ich mir Dinge im echten Leben merke – zu bestimmten Begriffen assoziere ich wieder Andere, anhand derer ich sie mir merke.

Ein Beispiel: Eine Website zu Shakespeares Sonetten. Was gehörte dazu? „Englische Literatur“, „Gedichte“, „Lyrik“, „Shakespeare“. So oder ähnliche sähe wohl eine klassische Kategorisierung aus, vom abstraktesten und umfassendsten Begriff hin zur Spezifikation. So kann man generell auch durchaus bei Tags verfahren, um ein eigenes Kategoriensystem aufzubauen. Im Gegensatz zu starren Kategorien kann man diese Definition aber nun erweitern um die eigenen Begriffe: „Sonette“, „schön“, „LXVII“. Das letzte ist mein Lieblingssonett, schön finde ich die Gedichte und es sind Sonette. So kann ich die Speicherung, oder den Speicherort meiner Links erweitern, wie ich möchte.

Das ist ein Teil der Systems, das sind die Tags. Doch wie finde ich sinnvolle Tags? Was für mich sinnvoll ist, muss längst nicht für jeden anderen sinnvoll sein. Siehe hierzu eine lesenswerte Analyse des Beispiels „wetter.de“ von Marc Pentermann: http://iq.lycos.de/qa/show/23536/.
Sinnvolle Tags machen darüber hinaus den Aufbau einer personenübergreifenden Datenbank möglich, einer so genannten „Folksonomy“. Sie stellt das Ergebnis einer quasi gemeinsamen Linksuche dar, die Zusammenfassung der Linkkataloge oder Fragen und Antworten aller, die an einem Thema arbeiten. Gute Tags machen letztlich den sozialen Aspekt und die Stärke des „social bookmarking“ oder auch der „menschlichen Suchmaschine“ aus. Sie machen es möglich, dass alle Teilnehmer (oder ein Großteil) eine Systematik vorfinden, die kompatibel zu ihrer eigenen ist, die sie verstehen. Im Gegensatz zu den Fragen bei der Einordnung von wetter.de (s.o.) soll man die Tags sehen und denken: „Klar! Da passt meine Seite XYZ genau zu“ und so mehren sich die Einträge zu den einzelnen Tags.

Sinnvolle Tags sollten also folgende Eigenschaften erfüllen (die folgende Liste ist eine Zusammenfassung/Kürzung/Ergänzung der Folge 4 zum Thema Tagging in Oliver Wagners agenturblog.de):

  • Sie sollen passen – das beschreiben, was ich finde oder in einer Frage zu erwarten haben
  • Sie sollten einfach sein – Möglichst wenig Worte pro Tag, auch wenn es manchmal länger werden muss, sind das Ziel. Damit werden sie auch automatisch leichter verständlich für andere
  • Sie sollten systematisch sein – Es geht nicht immer so glatt wie bei Shakespeare, aber es sollten zumindest nicht 4 Detailbegriffe sein. Das Shakespeare-Beispiel unter schön,LXVII,Sonett,16.Jahrhundert getaggt findet man kaum wieder. Ebenfalls zu vermeiden sind Synonyme denn…
  • …eine einmal gewählte Systematik sollte beibehalten werden: Fange ich einmal an, unter Gedichte zu taggen, dann sollte ich nicht die nächsten Seiten unter Lyrik taggen, auch das macht es anderen leichter.
  • Mehr ein Vorschlag: Verwendet immer den Plural, wenn sich die Wahl stellt. Besonders nicht als „auto“ und „autos“ taggen, am besten dann noch „autokauf“ dazu – zu viel redundante Information.
  • Im Zweifel: Anschauen, wie andere zuvor getagged haben. Das muß nicht zwangsläufig sinnvoll sein, aber es kann helfen, wenn einem eine eigene Idee fehlt.

Wie gut sinnvolle Tags dann auch unser Kategoriensystem unterstützen, kann man hoffentlich in den nächsten Tagen beobachten – als ein „Mini-Feature“ werden wir eine kleine Tagging-Hilfe installieren: Wenn man den „Frage-stellen“-Link aus dem Directory benutzt, dann werden die Kategorien automatisch als Tags vorgeschlagen und eingetragen.

Bleibt die Frage: Wie kann man Neulingen im Tagging noch helfen?

$100,000 loansloans personal $30,00010,000 business bad loan credit2004 loan rates autoloan housing program direct 502 ruralzitlow loans johnson aj kelly constructionassociation and american loan savingsloans in ohio mortgage 100small a loan businessadobe downloan free reader

2 thoughts on “Tagging, Tags und Kategorien

  1. Habe intern schon ein paar Kommentare bekommen, die ich hier mal dazu setze und auch zur Abstimmung bringe:

    – Das Beispiel Shakespeare ist ein wenig zu abgehoben, vielleicht lieber etwas allgemeineres verwenden
    – Der Text könnte einfacher formuliert werden (1 Person)
    – Etwas mehr über das theoretische Konzept der Sortierung von Informationen (1, wie ihr ahnt, andere Person)

  2. Pingback: Tags bei Lycos iQ - Konventionen für Fragen?! » marc pentermann.de

Kommentare sind geschlossen.